Tunnel-Lüge entlarvt

Die Katze ist aus dem Sack:

Die derzeitige Planung der "Macher" der A52 im Nordteil der Stadt soll keineswegs als Tunnel kommen - jedenfalls nicht so, wie der normale Mensch sich einen Tunnel vorstellt. Nämlich im bergmännischen Vortrieb, ohne daß oben drüber jemand was davon mitbekommt. Oder jedenfalls nicht viel.

Was die Planer statt dessen vorsehen ist ein Tunnel in offener Bauweise. Das heißt, daß man einen fetten, ca. 60 Meter breiten Graben auch durch den Helenenpark und durch Altenessen zieht. Und, damit der Tunnel auch ansatzweise Tunnel wird, wird hinterher einen Deckel draufgemacht. Vielleicht. Also, wenn Geld da ist.

Seit mehr als zwanzig Jahren wird den Menschen im Essener Norden die Nordstrecke der A52 teilweise als „Tunnel“ verkauft, das mag im Fachjargong
der Planer auch so sein. Der vorliegende Plan legt jedoch offen, was mit diesem Tunnel gemeint ist: Die Zerstörung des Helenenparks genauso wie das Verschwinden von Teilen der Pielsticker Strasse, der Schonnefeldstrasse, des Bückmannshofs.

Der vorliegende  Plan ist wahrscheinlich nicht das Ergebnis einer Einzeluntersuchung, sondern Teil eines Landschaftspflegerischen Begleitplanes, dessen Erstellung zu den Planungsunterlagen vorgeschrieben ist. Ein Auftrag des Landesbetriebes Strassen.NRW aus dem Jahr 2008 an das erstellende Ingenieurbüro zur Erstellung eines solchen LBP ist offensichtlich und ist auch in der Referenzliste des ILS (Institut für Landesentwicklung und Stadtplanung) vermerkt. Das heißt, diese Planung ist ernstgemeint.

Falls Sie sehen möchten, ob Ihre vier Wände dann auch mit in Schutt und Asche gelegt werden, dann können Sie einen Blick auf den Plan werfen, den die Bürgerliste Nord zum Anlaß nahm, in der Bezirksvertretung V mal nachzufragen: Antrag der BL Nord zur A52

Vorsicht: Da der Plan sehr detailliert ist ist das PDF entsprechend 11 Mb groß: Planung A52/Flächeninanspruchnahme