Umwelt im Essener Norden

Daß im Essener Stadtgebiet ein Nord-Süd-Gefälle in vielerlei Hinsicht besteht, wird sicherlich nur von Schönrednern und Dummschwätzern bezweifelt. Daß allerdings irgendwann eine Schieflage erreicht ist, die den Kahn "Stadt Essen" fast kippen läßt ist scheinbar nicht hinlänglich bekannt.

Ein Blick auf das Bild verdeutlicht die Situation:

Quelle: LUA Essen,

Der Essener Norden ist die am stärksten belastete Region im Stadtgebiet.
Hier ballt sich nahezu alles an Gewerbe und Industrie, was überhaupt nur in der Lage ist, als Verursacher von Lärm und Dreck zu gelten. Dieser Zustand wird -so scheint es- als gegeben hingenommen.

Passend dazu die Aussage eines früheren Betreibers auf dem ehemaligen Olsberg-Gelände:

"Wir wollen doch nicht unsere schöne Landschaft im Süden verschandeln, sondern dort spazieren gehen, wenn wir die ganze Woche im Norden geackert haben!"

Die Karte entstammt dem Screening der Geräuschbelastung und zeigt die Lärmbelastungen, die sich aus Industrie und Gewerbe ergeben. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu, einzusehen, daß sich diese Ergebnisse auch auf andere Emissionen übertragen lassen.

Sicherlich wollen wir im Essener Norden keinen Wettkampf gegen den Süden starten. Wir wollen nur nicht der Schrottplatz, die Giftecke und das Zentrum der Hörgeschädigten einer Gemeinde werden. Wir sehen das mal so:

Es reicht!

  • Keine weiteren Schrottplätze
  • Keine weitere Autozerlegerei
  • Keine weitere Verbrennungsanlage
  • und eine nachhaltige Umweltplanung für den Essener Norden

Übrigens: Sämtliche Karten aus dem Screening können Sie beim Landesumweltamt einsehen:

http://www.lanuv.nrw.de/geraeusche/start.htm