A42 - Parkautobahn oder Planerwahn?

Mit einer neuen Lachnummer bricht sich der Wahnsinn buchstäblich (Auto-)Bahn:
Mit einer "Inspiration aus den Niederlanden" wurde der Plan geboren, die Fahrt auf der A42 zum Kulturevent zu gestalten.
Was sich zunächst nach einer kühnen Idee anhört sieht nach intensiverem Begrübeln nach dem Produkt aus dem "Koffieshop" an.
Mit einem Betrag, der der Summe aus der Kommunalwahlposse (geschätzte 42 Mio. €) bedrohlich nahe kommt, wird der Emscherschnellweg zum Kulturpfad gekrönt. Dabei bieten sich dem Gesunden vielerlei Ansätze zur Verzweiflung:
Die mehrfach gestellten Anträge der Bürgerliste Nord, die auf mehr Lärmschutz, auf Geschwindigkeitsbegrenzung (v. a. nachts und bei LKW) und somit mehr Abschottung der Bahn vom Umfeld abzielten, werden immer wieder 'zur Bearbeitung' in den verschiedenen Behörden umhergeschubst.

Jetzt jedoch kommt Bewegung in die A42-Entwicklung:
Nicht jedoch zum Wohle der abseits der Autobahn wohnenden Anlieger, sondern als Bonbon für die Nutzer der Autobahn werden die Millionen aufgewendet - Wechselwirkungen von Umwelt und Verkehr werden auf den Kopf gestellt, was Verursacher und Leidtragende betrifft.

Nur als kleines Beispiel: "Gestaltung Lärmschutzwände"

Kulturfenster statt Lärmschutz

 

 

"Aber nicht überall an der Strecke ist undurch-
dringliches Gebüsch. Dort, wo Wohngebiete
direkt an der A 42 liegen, schützen Wände aus
Beton und Stahlelementen vor Lärm.
Für den Autofahrer werden die Scheuklappen
noch enger.
Nur Kirchturmspitzen tauchen hin und wieder
für Sekundenbruchteile auf. Um die Eintönigkeit
der Strecke zu unterbrechen, sollte hin und wie-
der sichtbar gemacht werden, was sich hinter
der Lärmschutzwand verbirgt.
Fenster in der Wand bieten schöne Aussichten.
Der Raum öffnet sich und ganz beiläufig sieht
man eine alte Kirche oder ein schönes Haus;
man darf auf das nächste Fenster gespannt
sein..."

Der komplette Irrsinn ist auf über 60 Seiten einer PDF-Datei verteilt. (Achtung: Dateien mehrere MB groß)
Diese können sie sich gerne ansehen. Gerne auch vor dem 1. April!
Machbarkeitsstudie
    (hier sind die meisten Bilder enthalten - schon die ersten 8 Seiten versprechen Frohsinn und gute Laune für kommende Tage...)
    (~7 Mb)
Projektpräsentation
    (dröge gehalten, aber kommt von Planern)
  (~3 Mb)

 

- Dieser Artikel wird noch vervollständigt -